Autor Paul Roth

Paul Roth

Paul sitzt mit seinem Studium des Bankmanagements direkt am Puls der Wirtschaft. Er fasziniert sich besonders für aktuelle Trends am Finanz- und Kapitalmarkt. Von Anleihen, über Aktien, ETFs, Rohstoffen, Immobilien und Kryptowährungen, möchte er für den Leser gerne über die grundlegenden Zusammenhänge berichten.

Planen Sie Ihre finanzielle Zukunft sorgfältig und stellen Sie sicher, dass Sie optimal vorbereitet sind? Vertiefen Sie sich in unsere neueste Ausgabe des “Finanzbericht“. Wir untersuchen für Sie aktuelle Themen aus den Bereichen Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, die möglicherweise direkten Einfluss auf Ihre Finanzen haben könnten.

Der “Finanzbericht” hilft Ihnen, die Fakten zu erkennen, welche Ihre finanzielle Lage beeinflussen könnten. Erfahren Sie, wie globale und lokale Geschehnisse, Markttrends und politische Veränderungen Ihre Finanzplanung verändern könnten. Auf diese Weise bleiben Sie stets informiert und können proaktiv handeln, um finanziell gut vorbereitet zu sein.

Finanzbericht KW 35: Das Wichtigste in Kürze

  • Börsenmärkte ausgeglichen – Unternehmen bereiten sich auf weiterhin hohe Kosten vor
  • Baldige Erstauflage eines physischen Bitcoin ETFs? Bitcoin Kurs im Auf und Ab
  • Übernahme der schweizerischen Großbank Credit Suisse durch Konkurrenten UBS abgeschlossen – wie geht es nun weiter?
  • Zentralbanken setzen mit weiteren Anhebungen des Leitzinses den Immobilienmarkt weiter unter Druck
  • Entscheidungen rund um die Zinsen in Kombination mit Preisentwicklung in der Eurozone im Fokus der kommenden Handelswoche

Märkte im Überblick – Finanzbericht

Firmen bereiten sich auf anhaltend hohe Preise für Energie und Materialien vor

Die anhaltende Preissteigerung bei Energie und Rohmaterialien stellt für Unternehmen verschiedenster Branchen eine der gravierendsten wirtschaftlichen Herausforderungen dar. Eine aktuelle Studie von Fintelligenz in Kooperation mit dem WirtschaftsEcho zeigt, dass zahlreiche CEOs und Beschaffungsleiter diese Kostenfaktoren als die größte Bedrohung für den wirtschaftlichen Erfolg ansehen, sogar vor geopolitischen und wirtschaftlichen Unwägbarkeiten.

Bemerkenswert ist, dass Firmen nicht auf temporäre Preissenkungen setzen, sondern langfristige Strategien zur Bewältigung hoher Energie- und Materialkosten entwickeln. So setzt etwa ChemiCo auf vielfältige Energiebezugsquellen durch Langzeitvereinbarungen mit Gaslieferanten aus den USA.

Für kleine und mittelgroße Unternehmen ist die Lage besonders brisant, da ihnen oft die Ressourcen fehlen, Risiken durch Langzeitverträge oder finanzielle Absicherungsmechanismen wie Hedging zu minimieren. In dieser angespannten Lage gewinnen Kostenersparnis- und Risikomanagementstrategien an Bedeutung.

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Erstaunlicherweise haben zahlreiche Unternehmen ihre Verkaufspreise angepasst, um die erhöhten Kosten auszugleichen, wobei die Angst vor Versorgungsengpässen abgenommen hat. Ein diversifiziertes Lieferantennetzwerk könnte demnach hier eine zusätzliche Sicherheit bieten1Unternehmen rüsten sich für dauerhaft hohe Rohstoff- und Energiepreise – … Weiterlesen.

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Kryptomarkt: Folgt nach der Einführung eines physischen Bitcoin ETFs endlich der Krypto-Bullenmarkt?

Börsengehandelte Fonds (ETFs) für Bitcoin sind seit Jahren ein heiß diskutiertes Thema. Die Idee ist, einen Fond zu schaffen, der die Kursbewegungen von Bitcoin nachvollzieht, und diesen an einer regulierten Börse handelbar zu machen. Bisher waren vor allem Bitcoin-Futures-ETFs im Gespräch, die jedoch nur indirekt den Bitcoin-Preis abbilden. Die physisch besicherten Bitcoin-Spot-ETFs sind in diesem Kontext ein Meilenstein, da sie tatsächliche Bitcoins halten würden und somit ein direkteres Investment in die Kryptowährung ermöglichen.

Analyse des Bitcoin Kursverlaufs der letzten 6 Monate

In den letzten sechs Monaten hat der Bitcoin eine beachtliche Volatilität erlebt, mit Werten, die zwischen etwa 20.000 und 30.000 US-Dollar geschwankt haben. Der jüngste Kurssprung auf 27.600 US-Dollar, begleitet von einem Anstieg des Handelsvolumens um rund 40 %, deutet auf eine breitere Akzeptanz und ein erhöhtes Interesse hin. Mittlerweile ist im Zuge der Kryptomarktdynamik der BTC Kurs erneut auf 25.000 US-Dollar abgefallen.

Gerichtsurteil zum Rechtsstreit von Bitcoin ETF Antragssteller Grayscale und der SEC

Das kürzlich ergangene Urteil zugunsten von Grayscale gegen die SEC ist ein positiver Schritt in Richtung der Einführung eines physisch besicherten Bitcoin-Spot-ETFs. Dies könnte als Katalysator für weitere bullische Entwicklungen im Kryptomarkt wirken, insbesondere da es die Tür für andere Finanzinstitute öffnet, ähnliche Produkte anzubieten.

Ausblick: Die möglichen Auswirkungen eines Bitcoin-Spot-ETFs

Die Einführung eines physisch besicherten Bitcoin-Spot-ETFs könnte weitreichende Auswirkungen haben. Erstens würde es institutionellen Anlegern den Einstieg erleichtern, was den Handelsvolumen und die Liquidität erhöhen könnte. Zweitens würde es die Kryptowährung weiter legitimieren und könnte so mehr Privatanleger anziehen. In Kombination mit anderen Marktfaktoren, wie dem kommenden Bitcoin-Halving im Jahr 2024, könnte dies den Bitcoin-Preis erheblich beeinflussen und die allgemeine Adaption von Kryptowährungen vorantreiben.

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Entwicklungen in der Finanz- und Bankenbranche aktuell – Finanzbericht KW 35

Die Übernahme der Credit Suisse durch die UBS ist ein Paukenschlag, der weit über die Grenzen der Schweiz hinaus Beachtung findet und den globalen Finanzmarkt erheblich beeinflussen könnte. Insbesondere für Anleger, die in Bankaktien investiert sind, gilt es, die Situation sorgfältig zu bewerten. Der Deal hat der UBS zwar kurzfristig einen Rekordgewinn eingebracht, aber die langfristigen Auswirkungen sind weniger klar, insbesondere wegen des anhaltenden Kapitalabflusses von ehemaligen Credit Suisse-Kunden.

In der Zwischenzeit verstärkt die UBS ihre Sparmaßnahmen. Ein Ziel von zehn Milliarden Franken soll bis 2026 erreicht werden. Diese Reduzierung der Betriebskosten könnte sich auf den Shareholder Value und die Dividendenausschüttungen auswirken. Wenn Sie in Bankaktien investiert sind, sollten Sie genau überlegen, wie solche Veränderungen Ihre Investitionsstrategie beeinflussen könnten.

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Die Fusion könnte auch eine Verschiebung der Machtverhältnisse im Bankensektor bedeuten. Mit einer so großen Konsolidierung könnte sich der Wettbewerb verringern, was wiederum die Konditionen für Bankprodukte wie Girokonten beeinflussen könnte. 

Während traditionelle Banken fusionieren, gewinnen Fintech-Unternehmen immer mehr an Boden. Sie könnten eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen, insbesondere in Zeiten der Unsicherheit im traditionellen Bankensektor. Lernen Sie mehr in unserem Artikel über die besten Fintech-Aktien und wie Sie davon profitieren können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fusion und die sich daraus ergebenden Veränderungen einen Wendepunkt darstellen könnten, nicht nur für die beteiligten Banken, sondern für die gesamte Finanzlandschaft. Anleger sollten also wachsam bleiben und ihre Investitionsstrategien entsprechend anpassen.

Entwicklungen in der Immobilienbranche – Finanzbericht KW 35

Weitere Leitzinserhöhungen der Zentralbanken lassen Krisenbild des Immobiliensektors ausweiten

Die aktuelle Wirtschaftslage in den USA und Deutschland zeigt eine zunehmende Anspannung auf den Immobilienmärkten. In den USA sind die Hypothekenzinsen auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen, was Käufer und Verkäufer gleichermaßen abschreckt. In Deutschland hat sich die Lage durch den Anstieg der Bauzinsen von einem auf vier Prozent dramatisch verschärft, was zu einer reduzierten Nachfrage, jedoch nicht zu einem geringeren Angebot geführt hat.

Der stetige Anstieg der Hypothekenzinsen in den USA hat nicht nur potenzielle Käufer abgeschreckt, sondern auch Hausbesitzer, die verkaufen würden, dazu veranlasst, ihre Pläne zu verschieben. Dies führte zu einem extrem knappen Angebot auf dem US-Häusermarkt, mit Kreditanträgen für Hauskäufe, die Ende August auf den niedrigsten Stand seit fast 30 Jahren gefallen sind. Die Preise für Bestandsgebäude in Deutschland sind seit dem Herbst 2022, insbesondere bei Objekten in unattraktiven Lagen und in schlechtem energetischem Zustand, deutlicher gesunken. Allerdings haben sie sich im Frühjahr wieder stabilisiert, da viele Faktoren auf den Markt einwirken.

Die Federal Reserve (Fed) und die Europäische Zentralbank (EZB) stehen vor einer Herausforderung, da steigende Häuserpreise die Inflation beeinflussen. Die US-Inflation liegt derzeit bei 3,2 Prozent, und Fed-Chef Jerome Powell hat gewarnt, dass eine weitere Zunahme der Ausgaben für Wohnraum die Inflation nicht auf das Zwei-Prozent-Ziel der Fed zurückführen lassen könnte. In Deutschland hat sich das Baufinanzierungsvolumen im Vergleich zur Zeit vor dem abrupten Zinsanstieg halbiert.

Analysten glauben, dass die Krise auf dem US-Häusermarkt noch eine Weile andauern könnte, da Banken die Vergabestandards für Häuserkredite angehoben haben. Es besteht auch eine große Debatte darüber, ob die rapide Anhebung der Leitzinsen den Häusermarkt zerstört hat. In Deutschland berichten Immobilienplattformen, dass mehr Häuser und Wohnungen zum Verkauf stehen, sich aber deutlich weniger Interessierte einen Kauf leisten können.

Es bleibt unklar, wann die Zinsen wieder sinken werden, und es wird gewarnt, dass es Jahre dauern könnte, bis die Zinsen merklich sinken. Dies könnte für Hauskäufer, die in der Hoffnung zugegriffen haben, ihre Hypothek zu refinanzieren, wenn die Zinsen wieder sinken, problematisch sein.

Immobilieninvestition: Was Sie für Ihre Anschlussfinanzierung wissen sollten

Die Immobilienbranche erlebt derzeit eine Phase signifikanter Veränderungen, vor allem im Bereich der Anschlussfinanzierung. Wer zwischen 2014 und 2015 eine Immobilie erworben hat, wird bei der Verlängerung des Baukredits vor einer Herausforderung stehen: die steigenden Zinsen. Früher waren Zinssätze von 1,3 bis 2,7 Prozent üblich; heute sind sie teils mehr als doppelt so hoch.

Immobilienbesitzer haben für die weitere Finanzierung Ihrer Immobilie bei höheren Zinsen die folgenden Möglichkeiten. Dabei gibt es prinzipiell zwei Optionen für Hausbesitzer, die vor einer Anschlussfinanzierung stehen: die Prolongation und eine neue Anschlussfinanzierung.

  1. Prolongation: Bei dieser Option bleibt man bei der bisherigen Bank und akzeptiert den neuen, höheren Zinssatz.
  2. Neue Anschlussfinanzierung: Bei dieser Variante wird der Kredit komplett neu verhandelt, oft unter Einbezug des gestiegenen Immobilienwerts.

Positiv: Anschlussfinanzierung mit erhöhtem Immobilienwert

Die gute Nachricht ist, dass die Immobilienpreise in vielen Gebieten deutlich gestiegen sind. Das bietet die Möglichkeit, einen niedrigeren Zinssatz für die anschließende Baufinanzierung zu erhalten, da die Bank eine höhere Sicherheit hat.

Sondertilgung oder höhere Tilgung?

Finanzexperten empfehlen, dass wenn Sie zusätzliches Kapital haben, dieses in die Tilgung des Kredits zu investieren. Aber Vorsicht: Nutzen Sie dafür nicht Ihre gesamte Reserve. Sie können das zusätzliche Kapital auch nutzen, um bei der Anschlussfinanzierung einen höheren Eigenanteil einzubringen und so das Kreditvolumen und die monatliche Belastung zu senken.

Steigende Zinsen machen die Anschlussfinanzierung komplexer, bieten aber auch Chancen. Die Wahl der richtigen Finanzierungsform und ein kluger Umgang mit vorhandenem Kapital sind entscheidend.

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Finanzbericht: Der Marktausblick für KW 36

Die kommende Handelswoche verspricht, für Investoren äußerst interessant zu werden, angefangen mit der RBA-Zinsentscheidung am Dienstag. Ein erwarteter Zinssatz von 4,10% könnte den australischen Dollar beeinflussen und damit auch Anlagen in dieser Währung. Ein höherer Zinssatz macht eine Währung im Allgemeinen attraktiver für Investoren.

Am Mittwoch wird der Fokus auf den USA liegen, insbesondere auf dem S&P Global US Services PMI. Ein Wert von 51,0 würde bedeuten, dass die Dienstleistungsbranche wächst, aber nur knapp. Ein Wert über 50 deutet auf Expansion hin, während ein Wert unter 50 auf eine Kontraktion hindeutet. Ähnliches gilt für den ISM Non-Manufacturing PMI, bei dem ein Wert von 52,7 erwartet wird. Dies sind Kennzahlen, die Ihnen als Investor zeigen, wie robust oder schwach der Dienstleistungssektor in den USA ist.

Die BoC-Zinsentscheidung aus Kanada wird ebenfalls von Bedeutung sein. Ein Zinssatz von 5,00% signalisiert, dass die Bank of Canada möglicherweise eine straffere Geldpolitik verfolgt, was den kanadischen Dollar stärken könnte.

Ein weiteres Augenmerk liegt auf Japan, wo für das zweite Quartal ein BIP-Zuwachs von 1,5% erwartet wird. Das ist ein Zeichen für wirtschaftliches Wachstum und könnte positiv für japanische Aktien und den Yen sein.

Der deutsche CPI für August steht für Freitag auf der Agenda. Ein monatlicher Anstieg von 0,3% gibt Hinweise auf die Inflationsentwicklung in der Eurozone. Eine höhere Inflation könnte Druck auf die Europäische Zentralbank ausüben, ihre Geldpolitik anzupassen.

Zusätzlich wäre da noch der CC-Index mit einem Wert von 117. Dieser Wert deutet auf ein hohes Verbrauchervertrauen hin und könnte als positives Zeichen für die Wirtschaft interpretiert werden. Ein höherer CC-Index-Wert könnte darauf hinweisen, dass die Verbraucher bereit sind, mehr auszugeben, was für die Konjunktur förderlich ist.

Um all diese Faktoren besser zu verstehen und ihre Auswirkungen auf Ihre Finanzplanung einzuschätzen, empfehlen wir Ihnen, stets einen Blick in unseren Finanzbericht zu werfen. Damit bleiben Sie stets auf dem Laufenden und sind finanziell gut gerüstet.

Quellen & Verweise[+]

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