Avatar-Foto

Stephanie Hahn

Stephanie Hahn hat schon immer ein Faible für Zahlen und war deshalb lange in der Buchhaltung tätig. Seit mittlerweile zwölf Jahren ist sie Texterin und hat sich vor Jahren auf Finanzthemen spezialisiert. Zudem investiert sie selbst in Aktien, ETF und Kryptowährungen und weiß, auf was es ankommt.

Kreditkarten sind heute kaum noch aus dem Leben wegzudenken. Sie sind beim bargeldlosen Bezahlen weltweit sehr beliebt und bieten auch beim Shoppen im Internet einige Vorteile. Neben den “echten” Kreditkarten finden Sie unter anderem auch Prepaid- und Debit Kreditkarten. Zudem sind Premium-Kreditkarten erhältlich, die zwar teuer sind, aber einige zusätzliche Leistungen bieten. Damit Sie es leichter haben, sich für die richtige Kreditkarte zu entscheiden, finden Sie hier alle wichtigen Informationen zu allen Kreditkarten. So können Sie für sich die passende Karte wählen. 

Die verschiedenen Kreditkarten Typen

Wie bereits erwähnt, gibt es eine große Anzahl an unterschiedlichen Kreditkarten. Sie sind bei allen Banken, Sparkassen und bei anderen Kreditkartenanbietern erhältlich. Schon beim Eröffnen eines Girokontos können Sie eine solche Karte zum bargeldlosen Bezahlen beantragen. Allerdings gibt es einige Unterschiede, die Sie kennen sollten, um die richtige Kreditkarte für sich zu finden. Neben den Guthabenkarten gibt es nämlich auch Karten ohne Guthaben sowie Karten mit einem Kreditlimit. Insgesamt finden Sie fünf verschiedene Kreditkartentypen, die wir Ihnen hier erklären möchten. 

  1. Charge-Karte: Diese Karte ist eine echte Kreditkarte mit einem monatlichen Kreditlimit. Sie erhalten einmal im Monat eine Abrechnung und der Betrag, den Sie ausgegeben haben, wird dann von Ihrem Referenzkonto abgebucht. 
  2. Revolving-Karte: Auch dies ist eine echte Kreditkarte, mit dem Unterschied, dass Sie den ausgegebenen Betrag nicht komplett bezahlen, sondern in Raten. Die Revolving-Karte ist praktisch eine Ratenkredit-Karte
  3. Prepaid-Karte: Die Prepaid-Karte ist eine unechte Kreditkarte. Wenn Sie diese zum Bezahlen nutzen möchten, müssen Sie vorher Geld auf die Karte aufladen. Sie ist somit eine Guthabenkarte, die nur genutzt werden kann, wenn auf der Karte Geld vorhanden ist. 
  4. Debit-Kreditkarte: Auch die Debit-Kreditkarte ist eine unechte Kreditkarte. Nutzen Sie diese, wird das Geld sofort von Ihrem Girokonto oder Kreditkartenkonto abgebucht
  5. Virtuelle Karte: Die virtuelle Kreditkarte ist als Debit- oder Prepaid-Karte einsetzbar. Der Unterschied hier ist, dass sie keine Plastikkarte erhalten, sondern nur die Kartendaten, mit denen Sie dann im Internet einkaufen können. 

Im Grunde bieten fast alle Banken in Deutschland Kreditkarten von den großen Kreditkartenanbietern VISA oder MASTERCARD an. Die Kreditkartenanbieter Diners Club International oder American Express hingegen bieten eigene Karten an. Der Vorteil hier ist, dass sie hierfür kein Girokonto benötigen. Die Karten laufe dann über ein unabhängiges Kreditkartenkonto. 

VISA oder MASTERCARD – Was ist die bessere Wahl? 

Wenn auch Sie eine Kreditkarte beantragen möchten, stellen Sie sich sicher die Frage, welcher Anbieter der bessere ist. Im Grunde macht es keinen großen Unterschied, ob Sie sich für VISA oder MASTERCARD entscheiden. Beide Unternehmen teilen sich etwa 90 % des Marktes und die Akzeptanz beider Karten ist weltweit sehr hoch. Somit macht es keinen großen Unterschied, ob Sie sich für VISA oder MASTERCARD entscheiden. Wirklich entscheidend ist jedoch, welche Karte Ihre Bank zum Girokonto für Sie im Angebot hat. Daher sollten Sie sich schon vor der Kontoeröffnung informieren, welche Karte Sie von der bevorzugten Bank erhalten, um für sich zu entscheiden, ob es dir richtige Kreditkarte für Sie ist. 

Echte Kreditkarten von VISA oder MASTERCARD

Bei einer echten Kreditkarte von VISA oder MASTERCARD erhalten Sie eine monatliche Abrechnung über die Gesamtsummer der geleisteten Zahlungen. Diese Summe wird dann am Ende des Monats bzw. am Anfang des Folgemonats von Ihrem Konto komplett abgebucht. Allerdings müssen Sie auch wissen, dass fast alle Banken in Deutschland Daily-Chargekarten im Angebot habe. Das bedeutet, dass es sich bei diesen Karten um eine Kombination aus Charge- und Debitkarte handelt. Dabei erhalten Sie einen monatlichen Kreditrahmen, bis zu dem Sie die Karte belasten können. Die Beträge werden dann am Monatsende von Ihrem Girokonto abgebucht. Es fallen zudem auch keine Zinsen an, was bedeutet, Sie erhalten praktisch jeden Monat einen zinslosen Kredit von Ihrer Bank.

Merkmale der echten Kreditkarte:

  • bestimmter Kreditrahmen
  • Abrechnung erfolgt einmal im Monat
  • verfügen über eine Hochprägung

i
Eine Hochprägung bedeutet, dass Ihr Name und die Kreditkartennummer so auf der Kreditkarte aufgebracht sind, dass Sie die Karte auch für Imprinter nutzen können. Imprinter sind die sogenannten Ritsch-Ratsch-Geräte, die jedoch nur noch sehr selten in Deutschland zum Einsatz kommen. Dennoch können Sie an dieser Hochprägung häufig erkennen, dass es sich um eine echte Kreditkarte handelt.

Premium-Kreditkarten von Kreditkartenanbietern

Neben der echten Kreditkarte gibt es noch die Premium-Kreditkarten. Sie sind in der Version Gold, Platin oder Black erhältlich und bieten Ihnen viele Zusatzleistungen. Zu den zusätzlichen Leistungen zählen unter anderem 

  • Auslandskrankenversicherungen
  • Reiserücktrittsversicherung
  • Reiseabbruchversicherungen
  • Handufersicherungen
  • Haftpflichtversicherung
  • Rabatte bei Kooperationspartnern wie Reiseveranstalter oder Autovermietungen
  • besondere Bonusprogramme

Zudem gibt es für spezielle Kundengruppen auch besondere Karten. Was bedeutet, wenn sie ein Vielflieger oder sehr häufig auf Geschäftsreise sind. 

Premium-Kreditkarten können Sie wie eine klassische Kreditkarte einsetzen. In der Regel haben Sie dabei ein deutlich höheres Kreditkartenlimit als bei Karten, die an ein Girokonto gebunden sind. Sie unterscheiden sich dahingegen, dass die in Gold, Platin oder Schwarz herausgegeben werden. 

Premium-Kreditkarten finden Sie bei folgenden Anbietern:

  • MASTERCARD: Gold, Platinum, World Elite
  • VISA: Gold, Platinum, Infinite
  • American Express: Gold, Platinum
  • Diners Club: Golf Card, Vintage Card

Debitkarten von Kreditkartenanbietern

Eine Debitkarte ist immer mit Ihrem Girokonto verknüpft, was bedeutet, dass beim Einsatz der Karte das Geld sofort von Ihrem Girokonto abgebucht wird. Dabei muss Ihr Konto in der Regel im Plus sein, dass Sie mit dieser Karte Einkäufe tätigen können. Es ist aber auch möglich einen größeren Verfügungsrahmen auszuhandeln, wenn Sie einen Dispo beantragen. Insbesondere bei Direktbanken und Fintechs finden Sie solche Debitkarten. 

Die Merkmale einer Debit-Kreditkarte sind folgende: 

  • Bezahlung mit der Karte erfolgt nur durch Guthabenbasis
  • Durch einen Dispo ist auch ein größerer Verfügungsrahmen möglich
  • Sobald Sie mit der Karte einen Einkauf tätigen, wird der Betrag von Ihrem Girokonto abgebucht
  • Sie benötigen eine Online-Verbindung für den Einsatz
  • Eine Schufa-Prüfung oder Bonitätsabfrage entfällt häufig

Debit-Kreditkarten werden meist nur für Zahlungen im Internet verwendet. Zudem werden Sie nicht von allen Unternehmen akzeptiert, was Sie dann vor das Problem stellt, dass Sie diese nicht überall einsetzen können. 

Prepaid-Karten von Anbietern

Bei einer Prepaid-Kreditkarte müssen Sie zuerst Guthaben auf die Karte laden, um sie nutzen zu können. Da sie reine Guthaben-Kreditkarten sind, werden sie auch häufig für Minderjährige und Kinderkonten angeboten. 

Die Merkmale der Prepaid-Kreditkarte sind folgende: 

  • Reine Guthabenkarte ohne Kreditrahmen
  • Bevor die Karte genutzt werden kann, muss Guthaben aufgeladen werden
  • Das Kreditkartenkonto wird sofort bei Bezahlung belastet
  • Für den Einsatz ist eine Online-Verbindung nötig
  • Prepaid-Kreditkarten gibt es auch bei schlechter Schufa oder Bonität

Wenn Sie eine Prepaid-Kreditkarte möchten, sollten Sie wissen, dass die Banken hier häufig hohe Gebühren verlangen. Dies liegt unter anderem auch daran, dass auch Personen mit negativer Schufa diese Karten erhalten. Somit ist das Risiko deutlich höher für die Kartenanbieter. 

Diese Anbieter haben virtuelle Kreditkarten 

Ziehen Sie in Erwägung eine virtuelle Kreditkarte zu nutzen, erhalten Sie keine klassische Plastikkarte des Anbieters. Sie erhalten nur alle wichtigen Daten, um mit dieser Karte zu zahlen. Dazu zählen unter anderem der Name des Karteninhabers, die Kreditkartennummer, das Gültigkeitsdatum sowie die Prüfziffer. Dabei ist die virtuelle Kreditkarte in der Regel eine Debit- oder Prepaid-Kreditkarte, die nur auf Guthabenbasis eingesetzt werden kann. 

Zudem ist der Einsatz der Karte limitiert. Sie können beispielsweise kein Bargeld am Geldautomaten abheben. Auch eine Kartenzahlung in Geschäften, die Buchung eines Mietwagens oder Hotels sind ebenfalls nicht möglich. Die virtuelle Kreditkarte ist nur online einsetzbar. Möchten Sie diese auch mobil nutzen, benötigen Sie einen Service, wie er zum Beispiel von Google Pay oder Apple Pay angeboten wird. Dort müssen Sie dann die Karte hinterlegen, um auch mobil bezahlen zu können.

Die Merkmale der virtuellen Kreditkarte sind folgende: 

  • Sie erhalten nur die Kartendaten und keine klassische Plastikkarte
  • Die Zahlung erfolgt nur auf Guthabenbasis
  • Es besteht kein Kreditrahmen
  • Das Giro- oder Kreditkartenkonto wird sofort bei der Bezahlung mit der Karte belastet
  • Für den Einsatz ist eine Online-Verbindung nötig
  • Es kann kein Bargeld am Geldautomaten abgehoben werden
  • Die virtuelle Kreditkarte kann nicht für Zahlungen in Geschäften genutzt werden
  • Über Apple Pay und Google Pay kann die Karte auch mobil eingesetzt werden
  • Es erfolgt keine Schufa-Prüfung

In der Regel erhalten Sie die virtuelle Kreditkarte kostenlos und es ist kein Kreditrahmen möglich. Daher wird die Karte auch häufig für Jugendliche genutzt, die viel im Internet einkaufen. 

Kosten der verschiedenen Kreditkarten

Bei Kreditkarten fallen häufig Gebühren an, die jedoch von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich sein können. Hier kommt es unter anderem auch auf die Leistungspakete des Kreditkartenanbieters an. Bei vielen klassischen Kreditkarten haben Sie eine Jahresgebühr, die zwischen 0 und 500 Euro liegen kann. Für Premium-Kredikarten müssen Sie jedoch deutlich tiefer in die Tasche greifen. Hier kann es durchaus sein, dass Sie eine Jahresgebühr von bis zu 1.000 Euro entrichten müssen. 

Zudem fallen auch Kosten an, wenn Sie im Ausland Geld abheben. Diese Kosten belaufen sich zwischen 1 und 3 % oder eine Mindestgebühr zwischen 4 und 10 Euro. Bei Direktbanken werden meist keine Gebühren fällig oder Sie haben die Möglichkeit eine bestimmte Anzahl an Abhebungen kostenlos zu tätigen. Andere Kreditinstitute oder Kreditkartenanbieter berechnen bis zu 4 % des Betrages, den Sie abheben, an Gebühren. 

Des Weiteren kommen Kosten für Zusatzleistungen auf Sie zu. Dies kann der Fall sein, wenn Sie eine Ersatzkarte ausgestellt haben möchten. Auch eine Partnerkarte oder eine Karte mit Wunschmotiv kann Kosten verursachen. Gleichzeitig müssen Sie Kreditzinsen zahlen, wenn Sie das Kreditkartenlimit in Anspruch nehmen. Hier sollten Sie aber nicht vergessen, dass die Zinssätze besonders hoch sind und weit über den von Dispokrediten liegen. 

Fazit

Eine Kreditkarte ist wichtig und jeder sollte sie haben. Mit dieser können Sie im Internet einkaufen, Ihren Urlaub oder einen Mietwagen buchen und auch im Ausland bezahlen oder Geld abheben. Allerdings ist die Wahl der Kreditkarte entscheidend. Während die Akzeptanz von VISA und MASTERCARD sowie American Express und Diners Club sehr hoch ist, wenn Sie über eine echte Kreditkarte verfügen, kann es bei Debit- und Prepaid-Kreditkarten große Probleme geben. Vor allem im Ausland. Hier werden die Karten nicht immer akzeptiert. 

Sind Sie also viel im Ausland unterwegs, sollten Sie sich für eine echte Kreditkarte oder eine Premium Kreditkarte entscheiden.

Finanzreport.com nutzt Cookies

Auch unsere Website verwendet Cookies, um den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr erfahren