Autor Paul Roth

Paul Roth

Paul sitzt mit seinem Studium des Bankmanagements direkt am Puls der Wirtschaft. Er fasziniert sich besonders für aktuelle Trends am Finanz- und Kapitalmarkt. Von Anleihen, über Aktien, ETFs, Rohstoffen, Immobilien und Kryptowährungen, möchte er für den Leser gerne über die grundlegenden Zusammenhänge berichten.

Tauchen Sie ein in unsere aktuellste Ausgabe vom wöchentlichen Format Finanzbericht. Wir beleuchten für Sie DIE zentralen Themen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, welche einen wesentlichen Einfluss auf Ihre persönlichen Finanzen haben.

In unserem ‘Finanzbericht‘ analysieren wir, wie diese Faktoren Ihre finanziellen Entscheidungen und Verhältnisse beeinflussen. Erfahren Sie, welche Auswirkungen sie auf Ihre Finanzstrategie haben. Bleiben Sie stets auf dem Laufenden und sichern Sie so Ihre finanzielle Zukunft ab.

Finanzbericht KW 31: Das Wichtigste in Kürze

  • Inflation und Verbraucherverhalten im Umschwung
  • Lufthansa mit Rekordgewinn –  Corona ade
  • Apple und ING werben Milliarden an Kundengeldern im Zinskampf der Konten ein
  • Immobilienmarkt stabilisiert sich – folgt nun die Trendwende?
  • Internationale Zahlen der Verbraucherpreise sowie Indikatoren zum Wirtschaftswachstum im Fokus der kommenden Woche

Märkte im Überblick – Finanzbericht

Wir wollen in unserem aktuellen Finanzbericht einige Highlights der Kalenderwoche herausgreifen und die Entwicklungen für Sie einordnen.

Konsumgüterindustrie trotzt wirtschaftlichem Druck: Steigende Preise treiben Wachstum an

Trotz einer insgesamt eingetrübten Konsumlaune haben sich mehrere führende Konsumgüterhersteller im ersten Halbjahr erstaunlich gut entwickelt. Besonders hervorzuheben ist der Nivea-Hersteller Beiersdorf, der einen beeindruckenden Umsatzwachstum von 18,4% aus eigener Kraft erzielen konnte, was zu einem Gesamtumsatz von 4,9 Milliarden Euro führte. Zudem stieg der Betriebsgewinn des Konzerns um 20% auf 852 Millionen Euro.

Beiersdorf konnte dabei vor allem den Absatz seiner Nivea-Produkte steigern, was zum Teil auf das fortgesetzte Vertrauen der Verbraucher in Markenkosmetika zurückzuführen ist. Außerdem profitiert das Unternehmen von seiner Strategie, sich auf weniger, aber margenstärkere Produkte zu konzentrieren.

BEI.DE
BEIERSDORF AG O.N.
131,15 €
0,35 €
0,27%

Diese bemerkenswerten Wachstumszahlen wurden teilweise durch Preiserhöhungen im Handel erreicht, die Beiersdorf erfolgreich durchsetzen konnte. Vincent Warnery, der CEO von Beiersdorf, erklärte, dass zwei Drittel des Wachstums durch Preiserhöhungen und ein Drittel durch steigende Verkaufszahlen zustande gekommen seien1Beiersdorf Investor Relations – https://www.beiersdorf.de/investor-relations/ueberblick – abgerufen am 03.08.2023.

Doch Beiersdorf steht nicht alleine da. Weitere Hersteller von Alltagsprodukten wie Nestlé, Unilever und Procter & Gamble konnten ebenfalls aufgrund umgesetzter Preiserhöhungen stärker wachsen als ursprünglich erwartet.

Solche Preissteigerungen sind eine Reaktion auf die erheblichen Ausgabensteigerungen für Rohstoffe und Logistik, mit denen die Konsumgüterindustrie seit dem Ausbruch der Pandemie und der Verschärfung durch den Krieg in der Ukraine konfrontiert ist.

Die Hersteller blicken zuversichtlich auf die zweite Jahreshälfte, erwarten höhere Umsätze und eine stabile bis leicht positive Margenentwicklung. Während Verbraucher mit weiteren Preissteigerungen rechnen müssen, könnten diese jedoch moderater ausfallen.

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Während diese Strategie für Wachstum sorgt, birgt sie jedoch auch Risiken. Steigende Preise können Verbraucher verprellen, insbesondere in einer Zeit, in der diese bereits mit höheren Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben. Als Reaktion darauf greifen Verbraucher zunehmend auf günstigere Handelsmarken zurück, was den Druck auf Markenartikelhersteller erhöht.

Etablierte Marken unter Druck: Inflation und veränderte Verbrauchergewohnheiten fordern ihren Tribut

Die Inflation und sich wandelnde Verbrauchergewohnheiten haben dramatische Auswirkungen auf etablierte Marken, insbesondere in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Nestea, einst die führende Eistee-Marke in Deutschland, wurde nun nach 75 Jahren von Nestlé eingestellt. Ähnlich erging es Punica, einer Marke, die nach 45-jähriger Präsenz aufgrund von Umsatzeinbrüchen von Pepsico zurückgezogen wurde.

Die aktuellen Daten zeichnen ein düsteres Bild für viele traditionelle Marken. Die 100 größten globalen Marken haben im Vergleich zum Vorjahr 20 Prozent an Wert eingebüßt, so der Marktforscher Kantar. Dies ist wahrscheinlich eine Folge der Kaufzurückhaltung der Verbraucher in Zeiten der Inflation.

Inflationsentwicklung in Deutschland für den Monat Juli des Jahres 2023
Inflationsentwicklung in Deutschland für den Monat Juli des Jahres 2023

Auf der anderen Seite steigt der Marktanteil von preisgünstigen No-Name-Produkten. Laut GfK2GfK – https://www.gfk.com/de/trending-topics ist ihr Marktanteil in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,6 Prozentpunkte auf 45 Prozent gestiegen. Einstiegsmarken wie “Ja” oder “Gut & Günstig” verzeichnen Zuwächse. Parallel dazu haben Markenprodukte im Vergleich zu 2020 über fünf Milliarden Euro an Umsatz eingebüßt.

Selbst im Premium-Bereich, wo Marken sich bislang sicher wähnten, wird die Luft dünn. Topmarken wie Nespresso, Lindt, L’Oréal und Kinder-Schokolade haben zweistellig an Markenwert eingebüßt.

Eine Ausnahme bildet unter anderem Coca-Cola: Die Markenfamilie, bestehend aus Coke, Fanta und Sprite, verzeichnete einen deutlichen Zuwachs. Doch die generelle Tendenz ist klar: Traditionsmarken, die nicht genügend Marge bringen, werden immer öfter eingestellt – wie die legendären Streifengummis des langjährigen Marktführers Wrigley, die Ende 2022 vom deutschen Markt verschwanden.

Diese Veränderungen könnten die Landschaft der Verbrauchsgüterindustrie nachhaltig verändern und sowohl für Hersteller als auch für Verbraucher neue Herausforderungen und Möglichkeiten schaffen.

Aktien

Lufthansa: Starkes Konzernergebnis führt zu erhöhten Gewinnerwartungen

Die Lufthansa hat kürzlich ihren Optimismus für das laufende Jahr gestärkt. Nachdem die Airline in einem Frühjahrsquartal das höchste Konzernergebnis ihrer Geschichte verzeichnet hat, hat sie ihre Gewinnerwartungen für 2023 nach oben korrigiert.

Laut Vorstandschef Carsten Spohr soll das Unternehmen nun voraussichtlich mehr als 2,6 Milliarden Euro vor Steuern, Zinsen und Einmalerträgen erwirtschaften. Dieser optimistischen Vorhersage liegt eine stark steigende Nachfrage der Fluggäste zugrunde, insbesondere in den hochpreisigen Premium-Klassen3Lufthansa Investor Relations – https://investor-relations.lufthansagroup.com/de/investor-relations.html – abgerufen am 03.08.2023.

Dieses erwartete Ergebnis könnte eines der drei besten in der Geschichte der Lufthansa Group sein, so Spohr. Zuvor hatte das Unternehmen lediglich “einen deutlichen Anstieg” gegenüber dem Vorjahreswert von 1,5 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Die Lufthansa profitiert von einer anhaltend hohen Nachfrage der Fluggäste und einem eingeschränkten Angebot auf dem Ticketmarkt. Durch diese Entwicklungen sind die Flugzeuge wieder genauso ausgelastet wie vor der Corona-Pandemie. Ein weiterer positiver Effekt ist der Anstieg der Durchschnittserlöse pro Fluggast gegenüber dem Vorjahr um 13 Prozent.

LHA.DE
LUFTHANSA AG VNA O.N.
XETRA
6,88 €
0,084 €
1,21%

Dies sind hervorragende Neuigkeiten für die Lufthansa und signalisieren eine sich erholende Luftfahrtbranche. Auch für Anleger könnten diese positiven Entwicklungen interessante Investitionsmöglichkeiten bieten.

Entwicklungen in der Finanzbranche aktuell – Finanzbericht KW 31

Die Finanzbranche bleibt weiter im Umschwung – der Konkurrenzkampf im Sektor wächst weiter und weiter.

Apple drängt ins Bankwesen: Milliardenschwere Einlagen und Konkurrenz für traditionelle Banken

Die Tech-Giganten schlagen immer öfter Brücken in die Finanzwelt und Apple macht dabei keine Ausnahme. In einer überraschenden Entwicklung hat der iPhone-Hersteller bekannt gegeben, dass die Kunden mehr als 10 Milliarden Dollar auf seinen Hochzinskonto für Kreditkartenkunden eingezahlt haben.

Diese Konten, die in Zusammenarbeit mit der New Yorker Großbank Goldman Sachs eingeführt wurden, bieten beeindruckende 4,15 Prozent Zinsen – fast zehnmal so hoch wie der landesweite Durchschnitt.

Es wird berichtet, dass 97 Prozent der Kreditkarteninhaber das Angebot nutzen, was zeigt, wie erfolgreich die Partnerschaft zwischen Apple und Goldman Sachs ist.

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, ein Konto zu eröffnen, werfen Sie gerne einen Blick auf unseren Girokonto-Vergleich um das für Sie passende Konto zu finden.

Allerdings gibt es Spekulationen über die Zukunft der Partnerschaft, da Goldman-CEO David Solomon Pläne hat, das Retailgeschäft der Bank zurückzufahren und die Kreditvergabe an Verbraucher stark einzuschränken.

Tech-Unternehmen wie Apple erweitern ihre finanziellen Dienstleistungen zunehmend. Neben dem Hochzinskonto bietet Apple einen Buy-Now-Pay-Later-Dienst an und betreibt den beliebten Bezahldienst Apple Pay.

AAPL
Apple Inc.
NasdaqGS
176,55 €
1,51 €
0,86%

Dieser Trend wirft eine Reihe von Fragen auf: Wie wird sich die zunehmende Konkurrenz durch Tech-Giganten auf traditionelle Banken und Finanzdienstleistungen auswirken? Werden wir in Zukunft unsere Bankgeschäfte hauptsächlich über Apps erledigen?

Um diese Entwicklungen weiterhin zu verfolgen wird es essenziell sein, den aktuellen Markt der Konten im Blick zu behalten. Für Anleger, die diese Entwicklungen interessant finden, könnte es hilfreich sein, unseren Artikel über die besten Fintech-Aktien zu lesen.

ING Deutschland: Tagesgeldeinlagen treiben Gewinn an – Wo steht die Konkurrenz?

Die strategische Entscheidung der ING Deutschland, aggressivere Zinsaktionen auf Tagesgelder einzuführen, hat sich ausgezahlt. Die Bank verzeichnete im zweiten Quartal dieses Jahres beachtliche Einlagenzuflüsse in Höhe von 15,6 Milliarden Euro – deutlich mehr als in den vorangegangenen fünf Quartalen zusammen.

In den kürzlich veröffentlichten Quartalszahlen des niederländischen Mutterkonzerns stiegen die Einlagen bis Ende Juni auf insgesamt 154,4 Milliarden Euro. Dieser beachtliche Anstieg wurde durch die Veränderungen der Europäischen Zentralbank (EZB) begünstigt.

Und um immer auf dem neuesten Stand der Finanzwelt zu bleiben, verfolgen Sie gerne unserem Briefing die aktuellen Zinsentwicklungen. Bleiben Sie informiert über Zinserhöhungen, -senkungen und Trends, um die besten Entscheidungen für Ihr Geld zu treffen.

Seit ihrer Zinswende im Juli des vergangenen Jahres müssen Banken keine Strafzinsen mehr zahlen, wenn sie Geld bei der EZB parken, sondern erhalten selbst eine Gutschrift von aktuell 3,75 Prozent.

Die Bank hat ambitionierte Ziele und plant bis 2025, die Marke von zehn Millionen Privatkunden zu erreichen. Ein Schlüssel zur Erreichung dieses Ziels war die attraktive Zinsstrategie der Bank. Die ING gewährte Neu- und Bestandskunden 3 Prozent auf neue Tagesgeldeinlagen bis zu 50.000 Euro für ein halbes Jahr und erhöhte kürzlich das Angebot auf 3,5 Prozent für Neukunden.

Für diejenigen, die daran interessiert sind, wie sich INGs Tagesgeldangebote im Vergleich zu anderen schlagen, empfehlen wir unseren Festgeldkonto-Vergleich.

Erfolge dieser Strategie sind deutlich in den Zahlen zu sehen. Im zweiten Quartal dieses Jahres erzielte die ING Deutschland einen Vorsteuergewinn von 631 Millionen Euro, was zu einem halbjährlichen Vorsteuerergebnis von 1,17 Milliarden Euro führte – mehr als im gesamten Jahr 2022.

ING
ING Group, N.V.
NYSE
15,81 €
0,84 €
5,05%

Dieser Erfolg stellt andere Banken und Finanzinstitute vor die Herausforderung, ihre eigenen Zinsstrategien zu überprüfen und zu überdenken. Besonders im Kontext der aufstrebenden Tech-Giganten wie Apple, die mit eigenen Finanzdienstleistungen in den Bankensektor eindringen.

Entwicklungen in der Immobilienbranche – Finanzbericht KW 31

Nachdem wir in den vergangenen Wochen unserer wöchentlich erscheinenden Berichts zur Situation am Immobilienmarkt fast ausschließlich über negative Entwicklungen berichten konnten, scheint sich das Bild nun allmählich zu wenden.

Robuste Entwicklung im deutschen Immobiliensektor trotz Zinserhöhungen

Die jüngsten Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) scheinen dem deutschen Immobiliensektor kaum etwas anzuhaben. Laut einer Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) ist der bisherige Abwärtstrend bei den Immobilienpreisen im zweiten Quartal fast zum Stillstand gekommen.

Die Verkaufspreise für Eigentumswohnungen sanken von April bis Juni lediglich um durchschnittlich 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Quartal, während Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser sogar Preiserhöhungen von 2,3 Prozent und 1,8 Prozent verzeichneten.

Der IfW-Präsident Moritz Schularick kommentierte die Entwicklung als robust. Er merkte an, dass der Immobilienmarkt möglicherweise von der Erwartung profitiert, dass die Zinserhöhungen der EZB bald ein Ende finden könnten.4Immobilienpreise in Deutschland stabilisieren sich – https://www.ifw-kiel.de/de/publikationen/medieninformationen/2023/greix-immobilienpreise-in-deutschland-stabilisieren-sich/ – … Weiterlesen

Die Stabilität der Immobilienpreise zeigt sich auch in den sogenannten Top-sieben-Städten Deutschlands (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München, Stuttgart), in denen die Verkaufspreise für Eigentumswohnungen weitgehend stabil blieben. Hamburg stellte hier jedoch eine Ausnahme dar, wo die Preise um 3,9 Prozent zum Vorquartal sanken. Düsseldorf und Berlin verzeichneten hingegen bereits wieder steigende Preise.

Haben Sie schon in Betracht gezogen, in Immobilien zu investieren, sind sich aber unsicher über die verschiedenen Möglichkeiten? Unser detaillierter Immobilien-Investment-Artikel klärt Sie auf.

Trotz dieser positiven Anzeichen, warnte Schularick, dass es noch zu früh sei, eine Trendwende hin zu steigenden Preisen zu verkünden. Nach einem historisch starken und schnellen Preisverfall ist eine Gegenbewegung zu erwarten, dieser könnten aber erneute Preisrückgänge folgen.

Auf der anderen Seite wertete Schularick die jüngsten Daten als positives Konjunktursignal. Die EZB hat ihren Leitzins in der Vergangenheit zur Bekämpfung der hohen Inflation mehrfach angehoben, was die Hypothekenzinsen in die Höhe trieb und die Nachfrage nach Immobilien dämpfte. Ob die EZB nach der Sommerpause weiter an der Zinsschraube drehen wird, ist noch unklar.

Branchenexperten gehen davon aus, dass die Zinsen in den kommenden Monaten auf einem ähnlichen Niveau bleiben werden. Diese neue Normalität scheint von potenziellen Immobilienkäufern und -verkäufern zunehmend akzeptiert zu werden.

Sind Sie interessiert, Ihr Geld in Immobilien zu investieren und suchen nach fundierten Informationen, um eine informierte Entscheidung zu treffen? Dann ist unser Ratgeber-Artikel zum Immobilieninvestment sicherlich das Richtige für Sie.

Trotz der anhaltenden Inflation und zunehmender konjunktureller Risiken prognostizieren sie eine Seitwärtsbewegung bei den Bauzinsen bis zum Herbst.

Finanzbericht: Der Marktausblick für KW 32

Die nächste Woche verspricht spannende Wirtschaftsindikatoren, die Investoren genau im Auge behalten sollten. Im Fokus stehen dabei vor allem folgende fünf Ereignisse:

Den Anfang macht der Deutsche Verbraucherpreisindex (CPI), der am Dienstag, den 8. August, um 02:00 Uhr erwartet wird. Er dürfte auf Monatsbasis im Juli unverändert bei 0,3 Prozent bleiben. Dieser Indikator gibt Aufschluss über die Inflationsentwicklung in Deutschland, einem der größten Volkswirtschaften der Eurozone.

Danach rückt die amerikanische Wirtschaft in den Vordergrund. Am Donnerstag, den 10. August, um 08:30 Uhr werden gleich mehrere Daten veröffentlicht. Unter anderem sollten Anleger den Kern-CPI (MoM) für Juli, der voraussichtlich bei 0,2 Prozent liegt, im Blick behalten. Parallel dazu wird die jährliche Inflationsrate (CPI YoY) für Juli veröffentlicht, die bei 3,0 Prozent erwartet wird. Diese Zahlen könnten ein ausschlaggebender Faktor für die zukünftige Geldpolitik der US-Notenbank sein.

Auf diese wichtigen Daten aus den USA folgen am Freitag, den 11. August, die BIP-Daten aus Großbritannien. Sowohl die jährliche (GDP YoY) als auch die quartalsweise (GDP QoQ) Wachstumsrate für das zweite Quartal und die monatliche Wachstumsrate (GDP MoM) für Juni werden erwartet. Das jährliche BIP-Wachstum für das zweite Quartal könnte bei 0,2 Prozent liegen, während die monatliche Rate für Juni voraussichtlich auf -0,1 Prozent sinkt und das Quartalswachstum bei 0,1 Prozent liegen könnte. Diese Zahlen könnten Investoren einen Einblick in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes nach dem Brexit geben.

Abschließend steht am Freitag auch noch der amerikanische Produzentenpreisindex (PPI) für Juli an, der auf Monatsbasis voraussichtlich um 0,1 Prozent steigen dürfte. Dieser Indikator kann als Vorlaufindikator für die Inflation dienen, da er die Preisentwicklung auf Produzentenebene misst.

Quellen & Verweise[+]

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